Zur Trümmersuche werden Rettungshunde herangezogen, wenn Menschen in eingestürzten Gebäuden vermisst werden. Spektakulärster und traurigster Einsatz war der Einsatz von Suchhunden nach dem Attentat auf das World Trade Center am 
11. September 2001, weiter sah man häufig Rettungshunde bei den großen Erdbebenkatastrophen. 

"Sie schaffen es, hinunter in die unwirklichsten Winkel zu klettern und es ist oft sehr schwer für die Hunde, sich überhaupt zu bewegen. Sie rutschen auf dem Bauch und quetschen sich durch jede nur mögliche Lücke. Es ist unglaublich, ihnen zuzusehen!"
(Sharon Gattas, Riverside Urban Search and Rescue)

Hierzulande handelt es sich bei Trümmereinsätzen häufig um eingestürzte Gebäude durch  Gasexplosionen. Ein durch die Medien gehender Einsatz war das Zugunglück von Eschede.

Die Ausbildung des Rettungshundes für die Trümmersuche ist sehr umfangreich, weil es in Trümmern die verschiedensten, oft schwierigsten Einsatzlagen gibt. Die Hunde müssen unterschiedlichste Untergründe bewältigen, sie müssen in dunklen Schächten, Räumen, Trümmerzwischenräumen suchen und ebenso klettern. Häufig gibt es im Trümmereinsatz die verschiedensten Nebengerüche durch Löschmittel ö.ä. und Lärmaufkommen durch weitere Einsatzorganisationen. Auf unseren Trümmern haben wir Vorrichtungen erbaut um Feuer anzuzünden, damit die Hunde lernen mit Feuer wie mit den ablenkenden Gerüchen von Brandmitteln, umzugehen. Durch gezieltes Training solcher Situationen erlernen die Hunde trotz Ablenkung von Feuer, Qualm wie Lärm von Generatoren etc. sicher anzuzeigen.

Wir haben eigens für die Trümmerausbildung unseren Trümmerkegel erbaut, allerdings fahren wir auch, sobald sich uns die Möglichkeit bietet, auf andere Gelände, wie Abbruchgelände, Gelände anderer Staffeln und Katastrophenschutzorganisationen.

In den Trümmer muss der Hund lernen möglichst nah an das Opfer zu gelangen und dort zielgerichtet anzeigen. Es hilft nicht, wenn der Hund in die Luft bellt und das Opfer unter seinen Pfoten verschüttet liegt. Für den Einsatz von Bergungskräften ist es wichtig, daß das Einsatzteam genau definieren kann, wo sich die menschliche Witterung befindet. Der Hund lernt durch zielgerichtetes Training, nach unten, nach oben, etc. anzuzeigen. Im Training ist wie bei der Flächenausbildung dabei gute Helferarbeit unverzichtbar. Der Hund wird so motiviert, dass er möglichst dicht an das Opfer will, das zeigt er dann durch Scharren und Kratzen an, wenn er nicht an das Opfer herankommen kann, weil es verschüttet oder für ihn versperrt liegt. Durch die hohe Motivation und die gute Helferarbeit arbeitet der Hund auch in dunklen Gebäuden, Schächten, etc. Im Training wird darauf geachtet, das der Hund keine negativen Erfahrungen durch Verletzungen oder Schmerzreize erfährt. Ebenso spielt das Vertrauensverhältnis zwischen Hundeführer und Hund bei solchen Übungen eine große Rolle, den die Hunde müssen auf Kommando in dunkle Schächte springen oder sie begehen. Auch muß der Hund erlernen, das er auf verschiedene Weise transportiert wird um auf den Trümmerkegel zu gelangen. Als ein Transportbeispiel lernen Hund und Hundeführer für diesen Zweck das Abseilen.

 

 

In Trümmereinsätzen ist es unerlässlich, dass Hunde sich auf Distanz lenken lassen, denn häufig darf der Hundeführer wegen Einsturzgefahren das Gebiet nicht betreten, trotzdem muss der Hundeführer seinen Hund überall hinlenken oder ihn bei Gefahren stoppen können.

Im Einsatzfall wird nach der Anzeige eines Rettungshundes ein zweiter Hund auf die Stelle geschickt um ebenfalls anzuzeigen und damit die Sicherheit gibt, das sich dort menschliche Witterung befindet.